Eleminations Individual bis zum Halbfinale ( 23.06.2005,
10:00-17:00)
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Paul Titscher letzter deutscher Schütze im Viertelfinale
Gegen den Finnen musste Paul Titscher zunächst nach der ersten Passe einen 56:59-Rückstand aufholen, den er allerdings mit einer starken Leistung in der zweiten Serie nicht nur wettmachte, sondern sich sogar mit 113:111 in Front brachte. Auch in der letzten Passe behielt er gegen den kämpfenden Skandinavier die Nerven und gewann knapp mit 168:167. Sein nächster Gegner wird nun Morgan Lundin (Schweden) sein, vor dem Trainer Falk Thiele größte Hochachtung hat: „Lundin ist Welt- und Europameister gewesen, der hat alles gewonnen, was es bei uns gibt. Schlagen kann man den eigentlich nur, wenn richtiger Wind bläst, dann ist er etwas anfällig. Wir können dem Paul nur viel Glück wünschen.“
Im Compoundbogen, wo gestern schon Robert Hesse (Hamm) als 92. und WM-Neuling Thomas Hasenfuss (Hohenmark-Krusemark) als 72. am Cut der besten 64 Schützen scheiterten, trugen heute die Herren die Hoffnungen von Trainer Falk Thiele. Stefan Griem konnte gegen seinen Kontrahenten Ernest Jäggi (Schweiz) in der ersten Runde der Direktausscheidung mit 173:168 überzeugen. Der Berliner lag während der gesamten Partie in Führung und siegte schließlich deutlich. Auch Paul Titscher zeigte in dieser Runde gegen Laszlo Kis (Ungarn) seine Klasse. Nach 55:55-Gleichstand in der ersten Passe, konnte der junge Schütze einen 114:110-Vorsprung in der zweite Passe herausschießen und siegte am Ende souverän mit 173:162. Totalausfall dagegen bei den deutschen Damen, die bei den letzten Weltmeisterschaften 2003 in New York mit der Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb das einzige Edelmetall für den Deutschen Schützenbund gewinnen konnten.
Auch die junge Anja Baumgarten (Hohen-Neuendorf), die zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teilnimmt, konnte diesen Negativtrend nicht stoppen und verlor gegen Oktyabrina Bolotowa (Russland) mit 152:158. Trainer Falk Thiele: „Abhaken den Einzelwettbewerb bei den Damen, jetzt wird für die Mannschaft trainiert. Was sollen wir sonst machen, der Deutsche Schützenbund hat ja schon lange die Prügelstrafe für solche Leistungen abgeschafft.“ Auch die Schützinnen selbst wussten sich keinen richtigen Rat. Petra Dortmund nach der Auftaktrunde: „Ich weiß echt nicht, woran es lag. Der Wind war es nicht und eigentlich hatte ich ein gutes Gefühl bei meinen Schüssen, aber sie lagen nicht im Zentrum. Jetzt müssen wir am Freitag in der Mannschaft zeigen, was wir können.“
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(23.06.2005)