Vom Freitag Nachmittag bis Sonntag Nachmittag fand bei trockenem und sonnigen aber z.T, recht windigen Wetter das erste Ranglistenturnier des Deutschen Schützenbundes ( DSB ) in Glindow statt. Auf Brandenburgs grösster Bogensportanlage trafen die 115 besten Sportschützen Deutschlands aus dem Bereich Bogen aufeinander. Das Ranglistenturnier ist eines von drei Meilensteinen auf dem Weg zum Nationalkader sowie zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft der Bogenschützen im September in Ulsan/Korea.
Geschossen wurde im FITA-Modus eine Kombination von 4 Distanzen (90/70/50/30m) zu je 36 Pfeilen. Eine beachtliche Leistung für jeden der Schützen, denn er muss beginnend mit dem Einschiessen 8:30 Uhr am Vormittag die Konzentration bis zum letzten Pfeil, der nach 18:00 Uhr geschossen wurde, aufrecht erhalten.
 
Aus Glindower Sicht war natürlich Paul Titscher der Favorit. Er konnte sich mit 1346 Ringen nach der Qualifikation als Zweitplatzierter auf den Sonntag und die an diesem Tage stattfindendne Finals freuen. Allerdings konnte er nicht ganz an diese sehr gute Leistung anknüpfen und wurde nach einem Stechen um Platz 5 Siebenter. "Es ist erstaunlich wie stark die Abweichung der Pfeile von ihrer normalen Flugrichtung beeinflusst worden ist, teilweise konnte man die Veränderung der Flugbahn durch Windböen mit bloßem Auge wahrnehmen!" kommentierter er nicht gerade erfreut sein Ergebnis.
Bundestrainer Martin Fredereck beschrieb den Wettkampf so: "Alle hatten mit den Wind zu kämpfen! " Karina Winter z.B. ist klar für eine 1320 gut und kam im Wettkampf nur auf 1280 - aber am Ende setzten sich die Favoriten wieder durch. Nur schade das fast niemand seine Qualifikationsringzahl (für den Nationalkader 2010 d.A.) geschafft hat."
 
Am Samstag kamen neben einigen Besuchern auch die Politiker der Stadt Werder sowie Saskia Funk, MdL, in den Schützenpark um die neugestaltete Anlage während des Wettkampfes zu besichtigen. "Das schöne Wetter und die blühenden Robinien sind das Sahnehäubchen auf dieser einzigartigen Natursportanlage!" meinet Vereinspräsident Wilfried Nebert, der mit seinem persönlichen Engagement einen wesentlichen Einfluss auf die erfolgreiche Entwicklung der Abteilung Bogensport im Schützenverein zu Glindow 1924 e.V. hat. Was er ausserdem noch in petto hatte: Einen großen Strauß Blumen für Saskia Funk, die trotz ihres Geburtstages zu dem Wettkampf gekommen war.

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